Geschichte

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Am 12. Januar 1954 wurde die Neue Schule eingeweiht. Sie bot Platz für 4 Klassenräume. Leiter der Katholischen Volksschule war bis 1961 Peter Klüppel.

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Mit seinem Nachfolger, Heribert Meisel, wurde auch mit der Tradition des Schulweinbergs abgeschlossen. Dieser seit den 30er Jahren für Lehrzwecke betriebene Weinberg lag an einem steilen Hang jenseits des Mühlentals. Aber mittlerweile hatte der Weinanbau für Oberdollendorf immer mehr an Bedeutung verloren.

Die große Herausforderung für Rektor Meisel war der 2. Bauabschnitt des Schulgebäudes, denn die hygienischen Verhältnisse waren nicht gut gelöst gewesen und die vielen Schulgebäude platzten aus allen Nähten – auch weil immer mehr Bundesbeamte nach Oberdollendorf zogen. Daher gab es sogar für diesen 2. Bauabschnitt einen Bundeszuschuss. Es gab viel zu organisieren und zu improvisieren, da die Schüler und die Lehrer während der Bauzeit überall im Dorf aufgeteilt wurden.

Im September 1964 wurde die Schule eingeweiht. Erstmals seit vielen Jahrzehnten waren alle katholischen Schüler in einer Schule. 1966 wurde der Beginn des Schuljahres vom 1. April auf den 1. August verlegt. Dies erfolgte mit 2 Kurzschuljahren.

1968 kam es zur Schulreform in NRW. Die allgemeinen Volksschulen wurden aufgeteilt in Grundschulen und Hauptschulen. Unsere Schule wurde Grundschule – noch nach Konfessionen getrennt. Leiter der Grundschule wurde Günter Deuble (evangelisch). Der Oberdollendorfer Volksschulleiter, Heribert Meisel, wurde Leiter der neuen Gemeinschaftshauptschule in Niederdollendorf.

Im Schuljahr 1970/71 wurden die geburtenstarken Jahrgänge eingeschult. In der Grundschule gab es 13 Klassen – nach Konfessionen getrennt – und von 12 Lehrkräften unterrichtet. Erst 1971 wurde die konfessionelle Trennung aufgehoben. Es entstand die Gemeinschaftsgrundschule Königswinter-Oberdollendorf, denn mittlerweile gehörte Oberdollendorf im Rahmen der Gebietsreform zu Königswinter. Leiter in Oberdollendorf blieb bis 1982 Günter Deuble. Erster Leiter der 1973 eigenständigen GGS Niederdollendorf wurde bis 2002 Lothar Vreden. Er war damals der jüngste Rektor in NRW.

1972 wurden in Oberdollendorf 380 (!) Schüler in 11 Klassen unterrichtet. Das waren im Durchschnitt 35 Kinder pro Klasse.

1976 wurde die große Turnhalle fertiggestellt. 1982 gründeten engagierte Eltern und Lehrer den Förderverein. Aufgabe des Fördervereins war und ist es, die Schule ideell und finanziell zu unterstützen, zum Wohle der Kinder. Auch soll der Zusammenhalt zwischen Eltern, Schülern und Lehrern durch gemeinsame Aktivitäten gepflegt werden.

1983 gab es erstmals in Dollendorf eine weibliche Rektorin. In die Amtszeit von Annemarie Munkel fiel die Wiedervereinigung, der Umzug der Hauptstadt und der Strukturwandel bei den Lehrern: Es gab immer mehr weibliche Lehrkräfte. Letzter Lehrer in Oberdollendorf war Herr Streng. Jetzt ist der Hausmeister, Herr Palmersheim (bis 1999 war es Hugo Piontek), der einzige Mann in der Schule.

1996 wurde die Betreute Grundschule (BGS) von Ulrike Kalisch mit zunächst 10 Kindern ins Leben gerufen. Mit viel Engagement und Herzlichkeit stiegen die Anmeldezahlen bald an – hierin spiegelt sich auch die zunehmende Berufstätigkeit der Mütter wider.

2003 konnten die mehrjährigen Umbauarbeiten abgeschossen werden. Das Flachdach wurde durch ein normales Dach ersetzt und das gesamte Gebäude wurde wärmegedämmt.

Seit 2005 ist Kerstin Bachmann die Schulleiterin an der GGS Oberdollendorf. In ihre Amtszeit findet die Ausstattung der Klassenräume mit Computern ihren Abschluss. Ab 2007 steht den Kindern die OGS (Offene Ganztagsschule) offen. In 2 Gruppen werden die Kinder bis 16.30 Uhr betreut und gefördert. Der dazu 2008 eingeweihte Anbau ist bereits jetzt wieder zu klein. Hier wird der rote Faden wieder aufgenommen.

Viele Entwicklungen spiegeln sich im Schulleben wider: Kriege, Demokratisierungen, Hungersnot, konfessionelle Trennungen, Bonn als Hauptstadt, abnehmende Bedeutung des Weinbaus, Babyboom, Pillenknick, Sparzwänge, zunehmende Berufstätigkeit der Mütter, Energiesparen und die zunehmende Bedeutung des Computers.

Die Schule Oberdollendorf hat stets ihr Möglichstes versucht, die Schüler gut auf das spätere (Schul-) Leben vorzubereiten. Möge dies auch in Zukunft gelingen.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, besuchen Sie doch einmal die sehr ausführliche Darstellung der Oberdollendorfer Schulgeschichte im „Virtuellen Brückenhofmuseum“.